geea-Bund-Länder-Dialog: „Wärmewende 2021: Herausforderungen und Perspektiven für die neue Legislaturperiode“

Am 21. September 2021 kamen die Mitglieder der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) im Rahmen einer digitalen Konferenz mit zahlreichen Vertretern von Bund und Ländern zusammen, um kurz vor der Bundestagswahl bereits einen Blick auf die Herausforderungen für die neue Legislaturperiode zu werfen, den aktuellen Stand der Wärmewende sowie Lösungsansätze zu diskutieren.

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea), gab zu Beginn des 10. geea-Bund-Länder-Dialogs, zu dem über 50 Teilnehmer und insbesondere Vertreter aus 15 Bundesländern zugeschaltet waren, einen Überblick, welche Meilensteine in den vergangenen Monaten für die Energiewende im Gebäudesektor erreicht werden konnten, z.B. im Bereich der Förderung. Gleichzeitig skizzierte er, wo weiterer dringender Handlungsbedarf besteht, auch mit Blick auf die neue Legislaturperiode.

In den beiden Auftaktimpulsen von der Bundesebene betonten Ulrich Benterbusch, Leiter der Unterabteilung II B „Effizienz und Wärme in Industrie und Haushalten, nachhaltige Mobilität“ im BMWi, sowie Lothar Fehn Krestas, Leiter der Unterabteilung B I „Bauwesen, Bauwirtschaft“ im BMI, die Relevanz des Gebäudesektors für das Erreichen der Klimaziele sowie die dafür notwendigen strategischen Weichenstellungen. Mit der europäischen Sicht auf die Wärmewende knüpfte Stefan Moser, Referatsleiter Energieeffizienz „Gebäude und Produkte (B.3)“, GD Energie der Europäischen Kommission, an die Vorträge an. Seine Aufführungen fokussierten sich u.a. auf die Renovation Wave sowie die gestärkte Vorbildfunktion der öffentlichen Hand und deren Auswirkungen auf regionale Akteure.

Im Anschluss diskutierten Vertreter aus Bundes- und Landesministerien sowie Mitglieder der geea über Themen wie z.B. die umgesetzten Maßnahmen aus dem Klimapaket, die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes, weitere Förderoptionen, kommunale Wärmeplanung, integrierte Quartiersansätze sowie die serielle Sanierung.

Von Seiten der Bundesländer wurden im Rahmen des Dialogs u.a. folgende Projekte und Themen vorgestellt:

  • Impuls aus Schleswig-Holstein: Neues Energiewende- und Klimaschutzgesetz: Johannes Grützner, Abteilungsleiter für Energie und Klimaschutz, Technischer Umweltschutz, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein
  • Impuls aus Hessen: Sonderprogramm für Eigenheime - Sanieren, sparen, Klima schonen: Susanne Ruth, Abteilungsleiterin „Landesentwicklung, Energie“, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
  • Impuls aus Baden-Württemberg: Unterstützung für die kommunale Wärmeplanung, Helmfried Meinel, Ministerialdirektor und Amtschef, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (freie Rede)
  • Ergänzendes Kurzstatement aus Baden-Württemberg: GEG 2.0 – Neukonzeption des GEG zur Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestandes: Tilo Kurtz, Leiter des Referats 62 – Energieeffizienz von Gebäuden, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
  • NRW-Impuls: Bericht aus einem Pilotland zum seriellen Sanieren: Marcus Münter, Leitender Ministerialrat und ständiger Vertreter der Abteilungsleitung 4 „Wohnungsbau, Wohnungs- und Siedlungsentwicklung“, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (freie Rede)

Das Programm zum geea-Bund-Länder-Dialog 2021 ist hier abrufbar.